Tag 111 : Pelorus Bridge - Picton
Tag 111 : Pelorus Bridge - Picton
04.02.23
Die Nacht im Pelorus River DOC - Campsite, war nicht sehr erholsam. Zunächst waren wir wieder passive Teilnehmer einer "lustigen" und lauten Teenagerparty. Nach einer kurzen Schlafphase traten dann die nächsten Ruhestörer auf den Plan. Es war kurz nach Mitternacht, als zwei dicke Geländewagen auf das eigentlich, durch eine Schranke abgesperrte Areal rollen. Es wird lautstark nach dem geeigneten Platz gesucht und schließlich direkt neben unserem Zelt gefunden. Die Musik im Auto lässt man lieber laufen, warum auch nicht. Unsere Hobbycamper haben leichte Probleme mit ihren Zelten, versuchen jedoch erst gar nicht sich etwas leiser auszutauschen. Kurz vor ein Uhr kehrt dann Ruhe ein. Kurz nach fünf Uhr klingelt irgendwo ein Wecker, diese Camper wollen möglichst früh starten, vielleicht kontrolliert jemand, ob auch wirklich bezahlt wurde. Als wir schließlich um kurz nach sechs Uhr unser Zelt verlassen, stehen nur noch die beiden Zelte der Mitternachtscamper in diesem Bereich.
Ich versuche heute das Zelt möglichst lautstark abzubauen, es gibt da schon Möglichkeiten. Die Heringe müssen abgeklopft werden, sie sollen ja immer schön sauber sein, auch das Footprint (Schutz unter dem Zeltboden) muss heute so richtig ausgeschüttelt werden, das Zelt abklopfen, wegen der Feuchtigkeit ..., auch der Kiesweg neben den beiden Zelten ist heute so richtig laut beim Drüberlaufen.
Komisch, kurz nach 6:30 Uhr stehen unsere Nachbarn auf, vermutlich sind sie Frühaufsteher.
Der Campingplatz selbst liegt sehr schön am Pelorus River und bietet hier, falls nicht gerade Hochwasser herrscht, tolle Bademöglichkeiten. Ich habe gehört, dass hier auch schon irgendwelche Hobbits in Fässern vorbei kamen.
Es gibt ein modernes Sanitärgebäude und eine Küche mit etlichen Gaskochern. Nachdem wir uns beim Office angemeldet haben, gestern war schon geschlossen, können wir auch die Duschen benutzen (Türcode).
Unser heutiges Ziel ist Picton, von dort wollen wir zum Queen Charlotte Track starten. Bei der Pelorus Bridge gibt es ein nettes Café und einen hervorragenden Cappuccino.
Danach sind wir gestärkt und können uns auf die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit machen.
Die erste Fahrt bringt uns nach Havelock. Beim nächsten Hitch passiert uns ein kleines Missgeschick, es ist uns ja schon oft passiert, dass der Fahrer uns irgendwo hin bringt, obwohl er ganz wo anderst hin wollte. Heute nimmt uns der Fahrer irgendwo hin mit, wo wir eigentlich nicht hin wollten. Es war aber klar unser Fehler, wir hatten uns so gut unterhalten und erst 30 Kilometer später gemerkt, dass wir die Abzweigung nach Picton verpasst haben. Ist nicht so schlimm, eine junge Neuseeländerin nimmt uns mit bis Spring Creek und zwei Portugiesen liefern uns schließlich in Picton ab.
In Picton ist es extrem voll und wir haben zunächst Schwierigkeiten ein günstiges Zimmer zu bekommen. Schließlich versuchen wir es im Picton House B&B, dort waren wir schon vor vier Jahren und bekommen gerade noch ein sehr schönes Zimmer.
Den Rest des Tages verbringen wir mit der Planung der nächsten Tage. Für morgen Nachmittag ist wieder schlimmer Regen und Sturm angesagt, danach sollte es schöner werden. Um diesen Tag herum versuchen wir unsere Planung zu gestalten. Zunächst buchen wir die Bootsfahrt nach Ship Cove und die erste Nacht auf dem Queen Charlotte Track (QCT) (dazu später).
Nach dem QCT wollen wir nach Kaikoura, um Wale zu suchen, hierzu buchen wir die Tour, die Unterkunft und den Bus. Nach Kaikoura geht es vermutlich zu den Nelson Lakes, wir buchen hier schon den Bus bis Blenheim.
Wir finden noch Zeit für einen kurzen Aufenthalt im Swimmingpool und besorgen noch die Lebensmittel für die nächsten Tage.
Den Rest des Abends verbringe ich mit Blogschreiben und schaffe auch noch fünf (digitale) Seiten in meinem Buch.
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