Tag 23 - 24 - Pakiri Campsite - Dome Cafe
Di 08.11.22 Tag 23
Pakiri Campsite - Zeroday
Km 448,4
Alle "Mitwanderer" sind gestern nach einer Verpflegungspause, beim "Campingplatzladen" weiter gelaufen. Ihr Ziel war entweder ein Campspot, nach dem ersten Anstieg (weitere 5 km, 360Hm ) , oder der Tamahunga Summit (weitere 8 km, 430 Hm).
Nachdem der Wetterbericht starken Dauerregen prophezeit hatte, nahmen wir uns eine Cabin um evtl. den Regen hier aussitzen/-liegen zu können.
Zunächst schaut es gar nicht so schlecht aus, ein paar Wanderer, die gestern noch angekommen waren, sind schon gestartet. Wir packen auch unsere Sachen, haben schon die Schuhe geschnürt, als es zu regnen beginnt. Unsere Laufmotivation sinkt innerhalb von Sekundenbruchteilen in den Keller. Ein Blick auf den Regenradar erleichtert unsere Entscheidung hier zu bleiben. Wir verlängern unseren "Cabin-Mietvertrag", decken uns noch mit ein paar Lebensmitteln ein und ziehen uns in unsere vier Wände zurück.
Vier Wände die uns vor einem Starkregen schützen werden, der ununterbrochen den ganzen Tag anhält.
Ständig müssen wir an unsere KollegInnen denken, die diesem Unwetter schutzlos ausgeliefert sind. Ihre Route führt zunächst durch den Omaha Forest, eine Strecke die uns, besonders am Anfang, als einer der schlammigsten Abschnitte in Erinnerung blieb.
So war es vor vier Jahren, ohne Regen!
Später bekommen wir noch ein paar Informationen, wie es den Anderen ergangen war. Ein paar schaffen, nach 4-5 Stunden, die ersten 6 km bis zur Matakana Valley Road, um dann nach Matakana, oder direkt weiter bis Puhoi zu hitchen. Ein paar andere finden, auf unterschiedlichen Strecken, am Abend im Dome Café Unterschlupf, das eigentlich z. Zt. permanent geschlossen ist.
gelaufene - 0 Km
Mi 09.11.22 Tag 24
Pakiri Campsite - Dome Cafe
Km 448,4 - 496,4 +6
Am gestrigen Tag hatten wir viel Zeit um die nächsten Tage zu planen. Für Freitag ist bereits der nächste Starkregen vorausgesagt.
Diesen Tag wollen wir im Puhoi Pub and Hotel verbringen. (dazu später)
Uns ist klar, dass wir den Omaha Forest umlaufen müssen. Diese Strecke ist allerdings ca. 6 Km länger, jedoch an der Straße entlang und somit ohne Schlamm.
Für den Dome Forest haben wir drei Alternativrouten berechnet, hier wollen wir dann vor Ort entscheiden.
Vier Wanderer sind schon eine Stunde vor uns gestartet, auf dem Orginalweg.
Bei starker Bewölkung, laufen wir zunächst etwa 2,5 km bis Pakiri, danach biegen wir nach rechts ab und folgen etwa 8,5 Km der Pakiri Road.
Hier müssen wir nach links auf die Matakana Valley Road wechseln. An dieser Kreuzung steht ein Schild - "eat." Eat hat mit Essen zu tun, Cafe??? Hier ist kein Ort, nur eine Kreuzung, aber tatsächlich nach vielleicht 217 m steht auf der linken Seite ein Café.
Völlig ungläubig gehen wir darauf zu, "das hat doch bestimmt zu," - nein die Tür lässt sich öffnen, herzlich werden wir in der Cappuccino-Oase empfangen.
Ein wunderschönes Café, aus ehemaligen Überseecontainern gebaut. Es gibt Sandwiches und Muffins und viele andere leckere Sachen.
Nach dieser unerwarteten Stärkung kann es weiter gehen, etwa 4 Km hinauf auf den Sattel der Matakana Valley Road.
Dort treffen wir wieder auf den TA, dem wir zunächst 3 Km folgen. Hier trennen wir uns zunächst von ihm, um nach unserer ersten Variante den Dome Forest zu umlaufen. Dieser Versuch scheitert jedoch nach etwa 1,5 Km und 100 Höhenmetern kläglich. Der Weg ist durch ein Tor versperrt - Privatbesitz... Also wieder 1,5 Km zurück, die Stimmung wird kurzzeitig etwas depressiv.
Wir folgen wieder dem TA zum Colonial Peak. Dort steht ein Schild mit den unterschiedlichen Routen durch den Dome Forest. Auch unsere Variante 2 ist hier beschrieben, es ist also keine weitere Pleite zu erwarten. Diese Variante führt entlang einer kleinen Fahrspur, hinunter bis zur
Colonial Peak Rd, einer Schotterstrasse.
Es macht jetzt wieder richtig Spaß durch den Busch zu laufen.
Nur wenige matschige Stellen gibt es und wir versuchen möglichst zügig zu gehen, drohen doch über uns dichte Regenwolken.
Nach erreichen der Schotterstrasse, etwa eine Stunde vor dem Ziel, beginnt es stark zu regnen.
Wir erreichen den HW 1, noch ein Kilometer bis zum Dome Café, es schüttet mittlerweile, - dann noch ein Zelt aufbauen... Vielleicht dürfen wir ja auch im ehemaligen Café übernachten.
Beim erreichen des Cafés werden wir schon von zwei bekannten Läufern, die heute Morgen auch in Pakiri gestartet waren, begrüßt. Wir dürfen tatsächlich im Café auf dem Boden schlafen, können die Küche und die Toilette benutzen und die Besitzerin bietet uns sogar eine Dusche an.
Was für eine Hilfsbereitschaft. Auch die beiden Belgier, ebenfalls heute in Pakiri gestartet, kommen etwa zwei Stunden später heil aber völlig durchnässt an.
gelaufene - 32 km
rot=unsere Route
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