Trail-Tag 94 - 98 Methven
Offizielle Seite des
TA-Trails: https://www.teararoa.org.nz/
Trail-Tag 94
Mo 14.01.2019 (km 2305,9)
Methven - Zeroday
Methven ist eine kleine, im Sommer etwas ausgestorbene Stadt. Das Hauptgeschäft spielt sich hier wohl im Winter ab. Auch den heutigen Ruhetag verbringen wir mit Essen - Cappucino - Essen - Einkaufen - Blog- Schreiben - Schlafen - Essen.
Wir wollen den Teil zwischen den beiden großen Flüssen (Rakaia- und Rangitata River) auslassen. Die Überquerrung des ersten Flusses ist fast unmöglich, der Zweite kann evtl. bei niedrigem Wasserstand überquert werden. Hier müssen lange Wege entlang der Flüsse, bis zur nächsten Brücke "gehitched " oder mit einem Shuttle-service zurückgelegt werden. Wir wollen morgen bis Mesopotamia am Rangitata River "hitchen". Diese riesige Farm, liegt irgendwo im Nirgendwo.
(gelaufene 2 km)
Hinweis: Die Strecke zwischen dem Rakaia - und Rangitata River wurde etwa ein Jahr später gelaufen. Dabei sind wir am 02.01.2020 wieder von Methven gestartet. Siehe Bericht ab Trail-Tag 131
Hinweis: Die Strecke zwischen dem Rakaia - und Rangitata River wurde etwa ein Jahr später gelaufen. Dabei sind wir am 02.01.2020 wieder von Methven gestartet. Siehe Bericht ab Trail-Tag 131
Trail-Tag 95
Di 15.01.2019 (km 2304,9 - 2314)
Es dauert etwas bis uns ein Farmer in Methven aufgabelt, die Fahrt geht bis Stavely am Highway No72, die ersten 22 km sind geschafft.
Nach etwa 10 Minuten fährt ein VW Touareg vorbei, wendet waghalsig und hält bei uns an, die nächsten 23 km bis Mayfield sind gesichert. Auch hier warten wir höchstens 5 Minuten, bis uns eine Frau einsammelt, sie hat offensichtlich Zeit, denn sie fährt uns etwa 29 km, direkt nach Peel Forest. Jetzt kommt der etwas schwierigere Teil unserer Anreise, etwa 50 Kilometer bis Mesopotamia, über eine Kiesstraße, an der nur sehr wenige Menschen wohnen. Da wir in Peel Forest direkt vor einem Cafe ausgesetzt wurden, wollen wir natürlich die Gelegenheit für einen Cappucino nutzen.
Der Cafebesitzer erahnt sofort unser Vorhaben und bietet uns an, später mit der Post bis zum Trail-Start bei Mesopotamia zu fahren. Es kann jedoch noch etwa zwei Stunden bis zur Abfahrt dauern. Gerne nehmen wir das Angebot an.
Es dauert zwar drei Stunden, vier Cappucinos, zwei Schinken-Käse Sandwiches, ein paar Muffins, ein paar Runden Shithead, etliche Zeitungen, aber dann erleben wir die vermutlich lustigsten zwei Stunden unseres Neuseeland-Trips.
Mit dem "Postboten", eine Mischung aus Cowboy, Hunter und Crocodile Dundee, verstehen wir uns auf Anhieb. Für die 50 Kilometer brauchen wir etwa zwei Stunden, liefern die Post , Milch und Pakete aus, erfahren viel über die Bewohner, die Gegend, das Wetter und über Merino Schafe, die unser Fahrer absolut "ugly" findet. Zwischdurch bleibt uns genügend Zeit um Fotos zu machen.
Leider endet unsere Fahrt schließlich an einem einsamen Ort, an dem wir uns von einander verabschieden.
Nach etwa 10 Minuten fährt ein VW Touareg vorbei, wendet waghalsig und hält bei uns an, die nächsten 23 km bis Mayfield sind gesichert. Auch hier warten wir höchstens 5 Minuten, bis uns eine Frau einsammelt, sie hat offensichtlich Zeit, denn sie fährt uns etwa 29 km, direkt nach Peel Forest. Jetzt kommt der etwas schwierigere Teil unserer Anreise, etwa 50 Kilometer bis Mesopotamia, über eine Kiesstraße, an der nur sehr wenige Menschen wohnen. Da wir in Peel Forest direkt vor einem Cafe ausgesetzt wurden, wollen wir natürlich die Gelegenheit für einen Cappucino nutzen.
Der Cafebesitzer erahnt sofort unser Vorhaben und bietet uns an, später mit der Post bis zum Trail-Start bei Mesopotamia zu fahren. Es kann jedoch noch etwa zwei Stunden bis zur Abfahrt dauern. Gerne nehmen wir das Angebot an.
Es dauert zwar drei Stunden, vier Cappucinos, zwei Schinken-Käse Sandwiches, ein paar Muffins, ein paar Runden Shithead, etliche Zeitungen, aber dann erleben wir die vermutlich lustigsten zwei Stunden unseres Neuseeland-Trips.
Mit dem "Postboten", eine Mischung aus Cowboy, Hunter und Crocodile Dundee, verstehen wir uns auf Anhieb. Für die 50 Kilometer brauchen wir etwa zwei Stunden, liefern die Post , Milch und Pakete aus, erfahren viel über die Bewohner, die Gegend, das Wetter und über Merino Schafe, die unser Fahrer absolut "ugly" findet. Zwischdurch bleibt uns genügend Zeit um Fotos zu machen.
Leider endet unsere Fahrt schließlich an einem einsamen Ort, an dem wir uns von einander verabschieden.
Vor uns liegen etwa drei Tage, über den höchsten Punkt des Te Araroa, dem Stag Saddle, mit 1925 m ü. NN und einem traumhaften Weg über den Gebirgskamm, hinunter bis zum Lake Tekapo.
Es ist schon fast 15:30 Uhr, als wir unsere Rucksäcke anschnallen. Hinter uns liegt das mehrere Kilometer breite Flussbett des Rangitata Rivers.
Heute wandern wir noch etwa 9 Kilometer und ca. 600 Höhenmeter hinauf bis zur Crooked Spur Hut. Es wächst ab hier fast nur noch Tussock Gras, es gibt keine Bäume, fast kein Gebüsch und keinerlei Schatten, der uns vor der heißen Sonne schützen könnte.
Wir folgen dem Bush Stream in ein immer enger werdendes Tal hinein.
Mühelos überqueren wir immer wieder den Fluss, bis wir nach einem letzten steileren Anstieg die Hütte erreichen.
Eine Hikerin aus den USA hat schon ihr Zelt aufgebaut, auch wir wollen vor der tollen Bergkulisse und dem schönen Wetter im Zelt schlafen.
Mühelos überqueren wir immer wieder den Fluss, bis wir nach einem letzten steileren Anstieg die Hütte erreichen.
Eine Hikerin aus den USA hat schon ihr Zelt aufgebaut, auch wir wollen vor der tollen Bergkulisse und dem schönen Wetter im Zelt schlafen.
(gelaufene 9,1 km) (ca. 600 Höhenmeter)
Trail-Tag 96
Mi 16.01.2019 (km 2314 - 2329,7)
Crooked Spur Hut - Royal Hut
Relativ spät starten wir Richtung Royal Hut, nur mäßig steil geht es 500 m hinauf auf einen Sattel in 1500 m Höhe.
Unser Hauptproblem ist heute die Hitze, es gibt keinerlei Schatten, auch weht fast kein Wind.
Unser Hauptproblem ist heute die Hitze, es gibt keinerlei Schatten, auch weht fast kein Wind.
Endlich erreichen wir die Passhöhe, um danach wieder 400 m bis zur Stones Hut hinunter zu wandern.
Nach einer Pause folgen noch etwa fünf Kilometer und zwei Stunden bis zur Royal Hut. Dieser Hütte haben schon Prinz Charles und Prinzessin Anne als Kinder einen Besuch abgestattet, daher stammt auch der Name, der sehr einfachen Hütte.
Einige Schlafplätze sind schon belegt, wir bauen unser Zelt auf, kochen noch ein NFG und freuen uns auf eine Nacht unter einem gewaltigen Sternenhimmel.
Nach einer Pause folgen noch etwa fünf Kilometer und zwei Stunden bis zur Royal Hut. Dieser Hütte haben schon Prinz Charles und Prinzessin Anne als Kinder einen Besuch abgestattet, daher stammt auch der Name, der sehr einfachen Hütte.
Einige Schlafplätze sind schon belegt, wir bauen unser Zelt auf, kochen noch ein NFG und freuen uns auf eine Nacht unter einem gewaltigen Sternenhimmel.
(gelaufene 15,7 km) (ca. 700 Höhenmeter)
Trail-Tag 97
Do 17.01.2019 (km 2329,7 - 2349,7)
Royal Hut - Ski Field Road
Schon recht früh starten wir heute zum Stag Saddle, dem mit 1925 m höchsten Punkt des Te Araroa. Uns erwarten noch etwa fünf Kilometer und 600 Höhenmeter, die wir möglichst früh hinter uns bringen wollen, da sich auch heute fast keine Wolke am Himmel zeigt, ist es schon sehr heiß.
Nach etwa drei Stunden erreichen wir das kleine Schild auf dem Sattel, welches wir zuvor schon auf sehr vielen Bildern gesehen hatten.
Nach etlichen Fotos steigen wir zunächst über den normalen Weg ab. Nach einer kleinen Pause entschließen wir uns doch den Weg über den Kamm zu nehmen. Wir queren den Hang und steigen über ein Geröllfeld wieder bis zur Kammlinie auf. Es erwartet uns ein sagenhafter Blick auf den Lake Tekapo, mit seinem türkisfarbenen Wasser, sowie auf den Mount Cook, mit 3724 m, der höchste Berg Neuseelands.
Dieser Weg über den Kamm hinunter Richtung Lake Tekapo ist ein neues Highlight unsere Reise. Der ausgetretene Weg ist leicht zu gehen, wesentliche besser als die kaum zu findenden Pfade durch das Tussock Gras.
Nach ein paar Stunden erreichen wir, 700 m tiefer, die Camp Stream Hut.
Es ist sehr heiß und wir legen zusammen mit ein paar anderen Hikern eine Pause im Schatten ein. Danach geht es am Camp Stream entlang, bis zur Einmündung in den Coal River, den wir mühelos überqueren können. Nach etwa einem Kilometer verlässt der Weg den Fluss und verläuft, etwa 200 Höhenmeter, steil einen Hang hinauf. Wir befinden uns auf einer Hochebene, mit einem tollen Ausblick auf den See und die umliegenden Berge. An der Ski Field Road beenden wir, sehr erschöpft, unseren wunderschönen Tag. Finden einen tollen Platz, etwas erhöht neben einem kleinen Bach. Auch heute Nacht erwartet uns ein phänomenaler Sternenhimmel.
Nach etwa drei Stunden erreichen wir das kleine Schild auf dem Sattel, welches wir zuvor schon auf sehr vielen Bildern gesehen hatten.
Nach etlichen Fotos steigen wir zunächst über den normalen Weg ab. Nach einer kleinen Pause entschließen wir uns doch den Weg über den Kamm zu nehmen. Wir queren den Hang und steigen über ein Geröllfeld wieder bis zur Kammlinie auf. Es erwartet uns ein sagenhafter Blick auf den Lake Tekapo, mit seinem türkisfarbenen Wasser, sowie auf den Mount Cook, mit 3724 m, der höchste Berg Neuseelands.
Dieser Weg über den Kamm hinunter Richtung Lake Tekapo ist ein neues Highlight unsere Reise. Der ausgetretene Weg ist leicht zu gehen, wesentliche besser als die kaum zu findenden Pfade durch das Tussock Gras.
Nach ein paar Stunden erreichen wir, 700 m tiefer, die Camp Stream Hut.
Es ist sehr heiß und wir legen zusammen mit ein paar anderen Hikern eine Pause im Schatten ein. Danach geht es am Camp Stream entlang, bis zur Einmündung in den Coal River, den wir mühelos überqueren können. Nach etwa einem Kilometer verlässt der Weg den Fluss und verläuft, etwa 200 Höhenmeter, steil einen Hang hinauf. Wir befinden uns auf einer Hochebene, mit einem tollen Ausblick auf den See und die umliegenden Berge. An der Ski Field Road beenden wir, sehr erschöpft, unseren wunderschönen Tag. Finden einen tollen Platz, etwas erhöht neben einem kleinen Bach. Auch heute Nacht erwartet uns ein phänomenaler Sternenhimmel.
(gelaufene 20 km) (etwa 800 Höhenmeter)
Trail-Tag 98
Fr 18.01.2019 (km 2349,7 - 2433)
Ski Fiele Road - Lake Tekapo - Twizel
Nach der klaren Nacht ist es recht kalt in der Früh.
Wir wandern etwa 7 km bis zur Lilybank Road hinunter und hoffen dort auf eine Mitfahrgelegenheit. Es fahren hier nur sehr wenige Fahrzeuge Richtung Tekapo, jedoch können wir schon mit dem ersten Pkw mitfahren.
Schnell sind wir in dem Touristenort, noch schneller sind wir in einem Cafe.
Nach einem Anruf bei einem Fahrradverleih, entschließen wir uns die nächsten 54 km bis Twizel mit dem Bike zurückzulegen.
Wir wandern etwa 7 km bis zur Lilybank Road hinunter und hoffen dort auf eine Mitfahrgelegenheit. Es fahren hier nur sehr wenige Fahrzeuge Richtung Tekapo, jedoch können wir schon mit dem ersten Pkw mitfahren.
Bereits nach einer Stunde machen wir uns auf den Weg. Der Trail führt hier hauptsächlich am Tekapo Canal entlang, der Wasser zum Kraftwerk am Lake Pukaki transportiert. Diese Strecke in der Hitze zu laufen, ist der absolute Horror.
In der unwirklichen, steppenartigen Landschaft wurden viele Szenen aus Herr der Ringe gedreht. („Schlachtfeld der Fünf Armeen“).
Lange folgen wir dem türkisfarbenen Kanal, kommen an einer Lachsfarm vorbei, um schließlich den Lake Pukaki zu erreichen.
Etliche Klometer folgen wir auf dem „Alps-2-Ocean“-Radweg dem Ufer, um schließlich Richtung Twizel den See zu verlassen. Mittlerweile fällt uns das Sitzen schon sehr schwer, durch das Laufen haben wir vermutlich auch am "hinter en" Bereich etwas Polster verloren, zusätzlich behindern uns die immer noch schweren Rucksäcke.
Wir sind etwas unter Zeitdruck, da wir um 16:45 Uhr unsere Fahrräder für den Rücktransport in Twizel abgeben sollen. Die letzten Kilometer fliegen wir über ebenes Gelände und erreichen gerade noch rechtzeitig die Abgabestelle.
Nach 10 km zu Fuß und 50 km auf dem Rad, in brütender Hitze sind wir völlig fertig, können uns jedoch nach einem Cappucino, noch bis zum Holiday-Park schleppen. Erst nach einer halben Stunde im Schatten kommen wir wieder etwas zu Kräften, um das Zelt aufzubauen und noch die letzten Meter bis zur Dusche zu schaffen.
(gelaufene 10 km) (geradelt 54 km)
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