Trail-Tag 32 Huntly

Mi 14.Nov. 2018                                     Trail-km 719,0 - 737,6

Huntly - Ngaruawahia


Heute haben wir in der Früh etwas getrödelt und verlassen gegen 9:30 Uhr das Essex Arme Motel.



Legen noch einen Verpflegungsstop bei einem Supermarkt ein und machen uns dann auf den Weg Richtung Ngaruawahia.
Zunächst geht es über den Waikato River, dem wir anschließend, etwa vier Kilometer stromaufwärts, entlang einer Straße folgen.



 Im Straßengraben liegen diesmal, außer den bekannten  Flaschen und Dosen, ganze Autos.



An einer anderen Stelle finden wir die Reste von mehreren Fischen, es muß sich vermutlich um fliegende Fische gehandelt haben, da es bis zum Fluß doch fast 100 m sind.
Ich überlege bereits ob es einen Markt für einen Bildband mit dem Titel " Neuseeland's Straßengräben" gibt.
Auch "normale" Fahrzeuge finden sich an der Straße.



Nach vier Kilometern biegen wir auf eine Schotterstraße ab. 



Es geht jetzt bergauf, schon nach ein  paar  hundert Metern erreichen wir den Anfang unseres heutigen Dschungelpfads.
Routiniert reinigen wir unsere Schuhe an der Desinfektionsstation und steigen über unzählige Treppenstufen den Berg hinauf.





Der gut ausgebaute, breite, aufgekieste Wanderweg endet an einer Aussichtsstelle.


Ab hier geht es weiter auf einen Tramping Track, das bedeutet: nix Treppen, nix breit, nix Kies, nur selten eine schöne Aussicht, dafür matschig, steil.... und sehr anstrengend.


 Einen Vorteil hat der Buschtrail jedoch, es ist meistens schattig.  Stundenlang geht es rauf und runter, linksrum, rechtsrum.




 Auf unserem Weg treffen wir immer wieder mit Steven zusammen. Wir haben ihn das erste mal vor zwei Tagen getroffen. Steven kommt aus Calgary/Kanada er ist 72 Jahre alt, arbeitete als Finanz-Professor, lebt auf einem Segelboot und wenn das Wetter in Kandada schlechter wird, fliegt er z.B. nach Neuseeland um den TA zu laufen. Die Gespräche im Busch sind echt witzig, mal geht es über Trump, Fake News und Putin, ein anders mal geht es um Gummibären. Ich glaube, ich wollte schon immer mal den Segelschein machen.
Nach etlichen Stunden erreichen wir endlich den  Hakarimata Summit, er ist zwar nur 374 m hoch, aber der Weg führt etwa 10 km über den Kamm einer Bergkette. .... rauf....runter...
Mit erreichen des "Gipfels" sind wir wieder zurück in der Zivilisation. Von der Aussichtsplattform erhalten wir endlich einen Ausblick über den Busch in die umliegene Gegend.







Auf den ganzen Busch Tracks des TA ist uns bisher nicht ein Tageswanderer begegnet. Hier am Aussichtsturm des Hakarimata Summits, endet ein Weg mit mehr als 1400 Treppenstufen. 
Er führt direkt von Ngaruawahia (23 m ü. NN) zum Gipfelturm und dient als Trainingsstrecke unzähliger  Bergläufer. Wir kommen uns beim Abstieg etwas seltsam vor, mit schweren Rucksäcken beladen, mit Wanderstöcken ausgestattet, gegen Läufer,  die maximal eine Trinkflasche mitführen.




Nach etwa 9 Stunden auf dem anstrengenden Trail, sind uns die paar Stufen auch schon "wurscht".  Auf jeden Fall erreichen wir irgendwann unser Ziel, das Arror  Lodge Motel.
Freundlich werden wir begrüßt, bekommen als erstes zwei Gläser mit Wasser gereicht und für 20$  können wir hier unser Zelt auf einer Rasenfläche aufstellten. Es gibt warme Duschen und Handtücher gibt's auch noch dazu. Der Tag kann nicht besser enden. Auf der kleinen Wiese steht bereits ein Hubba-Hubba Zelt. Es gehört einem jungen belgischen TA-Hiker-Paar. Auch sie sind völlig fertig.
Ich baue schnell das Zelt und die "Betten" auf, während Petra zwei NFG zaubert. Die schmecken mittlerweile richtig gut, mit Milch, Brühwürfel und Gewürzen verfeinert.


Nach etwas mehr als einer Stunde, es wird schon dunkel, trudelt auch noch Steven ein. Er wirft eigentlich nur seinen Rucksack auf den Rasen. Er braucht jetzt erstmal ein Bier und etwas zu Essen aus dem Pup nebenan. Das Aufstellen des Zeltes kann warten.   

(gelaufene 18,6, sehr anstrengende km)

Kommentare

  1. ...ihr seid nicht verrückt, sondern einfach nur toll! Ich beneide euch.

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  2. ...ich wars, die Swantje! Und es ist so schwer hier was zu schreiben, alles ist immer sofort in den Untiefen der digitalen Welt verschwunden. Ich bin euer Fan und lese mit Begeisterung euren Blog.

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  3. Hallo ihr lieben,
    ich habe mir euere Tour auf outdooractive und komoot angesehen und verfolge ab jetzt jeden Meter ganz genau. Ihr seid unter Beobachtung! Ich konnte mir vor Euerer Abfahrt irgendwie gar nichts vorstellen (oder hatte völllig falsche Vorstellungen) und jetzt wird alles so real und gleichzeitig noch viel spannender, als ich gedacht hatte. Vielen Dank für die Energie, die Ihr in den blog steckt. Es ist wirklich so, als ob ich Euch begleite.
    Vielen Dank für Euere Mühe und ganz viele liebe Grüße aus dem jetzt schon sehr kühlen Grafing
    Bernhard

    P.S: Wenn Ihr das lest, grenzt es an ein Wunder. Ich habe seit 2 Wochen zig mal versucht diesen Blogeintrag online zu stellen. Es hat bisher nicht funktioniert. Immer war der Text weg. Falls Ihr den Einruck haben sollten, dass relativ wenig geschrieben wird, liegt es mit Sicherheit nicht daran, dass zu enige Eueren Blog verfolgen, sondern auch der an der Technik…..

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  4. P.S. vielleicht lag es am Browser. Mit Safari hats nie geklappt. Jetzt hab ich mal Firefox probiert. Und sieh da....

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  5. Guten Morgen ihr Weltenwanderer, bei uns hat es inzwischen das erste Mal
    geschneit. Also so ein bisschen weiß überall. Könnt ihr euch momentan wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Ich bin sehr gespannt was ihr erzählen werdet von Weihnachten im Hochsommer.
    Kann man hier eigentlich auch Bilder einstellen? Vielleicht hilft das ja beim Abkühlen....
    LG, bis bald. Regine und Co

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