Trail-Tag 19 Whangarei Heats
DO 01.Nov 2018 Trail-km 385,4 - 411,6
Whangarei Heats - Waipu
Nach einer ruhigen Nacht im Paradies, gibt es heute gekochte Eier zum Frühstück. Mit frischgepressten Zitronen und Zucker peppen wir unser Drinkwasser auf.
Gestern Abend hat Terry noch Kuchen vorbei gebracht und auch heute schaut er ob wir etwa brauchen.
Der Trailplaner stellt uns heute vor eine besonders knifflige Aufgabe. Der Trail endet in Whangarei Heats, an einer Bootsrampe und geht 600 m, auf der anderen Seite im Hafen der Raffinerie weiter. Dort liegen große Schiffe an der Quaimauer vertäut, es hilft also recht wenig auf Ebbe zu warten.
Terry empfiehlt uns, an der Rampe zu warten und einen Fischer zu bitten, uns gegen ein paar Dollar auf die andere Seite zu bringen.
Er hat von Sita, die wohl gestern bei ihm übernachtet hat, eine Nachricht erhalten, daß sie vom Bewohner der Hausnummer 25, für 10 $ auf die andere Seite gebracht wurde. Terry möchte den Mann kennenlernen und bringt uns zur Bootsrampe. Leider ist Hausnummer 25 nicht zu Hause und somit auch kein potenzieller Bootstransfer. Wir bedanken uns bei Terry. Er will noch zwei "Hiker-innen" abholen, die auch in seinem Camp übernachtet haben.
Er hat von Sita, die wohl gestern bei ihm übernachtet hat, eine Nachricht erhalten, daß sie vom Bewohner der Hausnummer 25, für 10 $ auf die andere Seite gebracht wurde. Terry möchte den Mann kennenlernen und bringt uns zur Bootsrampe. Leider ist Hausnummer 25 nicht zu Hause und somit auch kein potenzieller Bootstransfer. Wir bedanken uns bei Terry. Er will noch zwei "Hiker-innen" abholen, die auch in seinem Camp übernachtet haben.
Es ist 9:00 Uhr, wir sitzen mit unseren Rucksäcken an der Bootsrampe. Die nächste halbe Stunde passiert nichts, außer daß es immer stürmischer wird und es zu regnen beginnt.
Hoffnung keimt auf als wir ein herannahenden Fahrzeug erblicken. Es handelt sich jedoch nur um das Auto einer Reinigungsfirma. Sie parken bei Hausnummer 19 und beginnen, alles (wirklich alles- Haus, Fenster, Vorplatz, Dachrinnen, Zäune, u.v.m) mit Hochdruckreinigern zu waschen. War es bisher eher leiser beim Warten, so ist es jetzt relativ laut. Leider passiert auch in den nächsten eineinhalb Stunden nichts. Es ist 11:00 Uhr, bei Hausnummer 21 fährt eine Frau vor. Ich frage sie nach einer möglichen "Transferhilfe". Sie gibt mir die Telefonnummer eines Mannes, er bringt Hiker auf die andere Seite. Ich habe schon von ihm gelesen, er verlangt 100 $ für eine Überfährt, was sich auch nach telefonischer Rückfrage bestätigt. Da wir nur zu zweit sind und die beiden "Hiker-innen", als Mifahrer immer noch nicht aufkreuzen , kommt das Taxiboot für uns nicht in Frage.
Mittlerweile ist der Sturm immer stärker geworden, es wird wohl heute auch kein Fischer auftauchen.
Wir haben lange genug gewartet und den Ausblick auf die gegenüberliegende Raffinerie auch genügend genoßen. Wir entschließen uns für Plan "B", verabschieden uns von den mit hochdruck reinigenden Handwerkern und machen uns auf den Weg zur Hauptstraße.
Unser Plan sieht vor erst und nach Whangarei und von dort nach Ruakaka zu hitchen (trampen). Wir haben jetzt, statt 0,6 km über Wasser, 57 km mit dem Auto zurückzulegen.
Mittlerweile ist der Sturm immer stärker geworden, es wird wohl heute auch kein Fischer auftauchen.
Wir haben lange genug gewartet und den Ausblick auf die gegenüberliegende Raffinerie auch genügend genoßen. Wir entschließen uns für Plan "B", verabschieden uns von den mit hochdruck reinigenden Handwerkern und machen uns auf den Weg zur Hauptstraße.
Unser Plan sieht vor erst und nach Whangarei und von dort nach Ruakaka zu hitchen (trampen). Wir haben jetzt, statt 0,6 km über Wasser, 57 km mit dem Auto zurückzulegen.
Bis zur Hauptstraße laufen wir etwa 3km, da wir noch am "Jachthafen" vorbei schauen wollen. Dies wird in den Trailnotes auch so vorgeschlagen. Es gibt jedoch nicht wirklich einen Jachthafen, es liegen nur ein paar Boote in der stürmischen Bucht vor Anker.
An der Hauptstraße warten wir etwa 25 min, Peter (ohne Foto) nimmt uns bis nach Whangarei mit, bringt uns direkt zum Highway No1, der nach Auckland/Ruakaka weiterführt. Praktischerweise hält er direkt neben einem Mc Donalds, nachdem wir gerade 100 $ gespart haben, leisten wir uns ein paar Cheeseburger, Pommes und Cappucino.
Danach überqueren wir eine große Kreuzung und stehen etwas verloren an der Abbiegespur zum Highway. (Highways sind in etwa vergleichbar mit einer Deutschen Bundesstraße) Es ist fast nicht möglich hier jemanden mitzunehmen. Nach etwa 5 min hält ein Kleinwagen, es ist Rick. Er ist eigentlich in der Gegenrichtung unterwegs gewesen, hat uns stehen gesehen und ist extra umgekehrt. Er will uns an eine bessere Stelle bringen und fährt uns etwa 2 km weiter Richtung Ruakaka, lässt uns aussteigen, kehrt wieder um und fährt jetzt seinem eigentlichen Ziel entgegen.
Hier sehen uns die Pkw- Fahrer frühzeitig und können gut anhalten. Kaum haben wir die Rucksäcke abgestellt, hält schon ein Auto neben uns. Es ist Trey, er kann uns nach Ruakaka bringen. .... Wahnsinn...
Trey ist auf dem Weg zu seinem Opa, ob der irgendwo in der Nähe von Ruakaka, oder ganz wo anders wohnt, bleibt sein Geheimnis. Da wir noch einkaufen müssen fährt er uns direkt vor die Tür des Supermarktes. Wir bedanken uns herzlich.
Trey ist auf dem Weg zu seinem Opa, ob der irgendwo in der Nähe von Ruakaka, oder ganz wo anders wohnt, bleibt sein Geheimnis. Da wir noch einkaufen müssen fährt er uns direkt vor die Tür des Supermarktes. Wir bedanken uns herzlich.
Peter, Rick und Trey, vielen Dank, ihr wart echt cool.
Ich glaube bei uns zu Hause hätten wir trotz "Mifahrerbankerl" acht Stunden gebraucht.
Jetzt stehen wir nach etwa zwei Stunden in Ruakaka und hatten sogar noch so etwas wie ein Mittagessen.
Wir haben jetzt erstmals ca. 7 Kilometer des Orginaltrails ausgelassen, sind dafür aber etwa 4 km anderweitig umher geirrt, es verbleiben somit noch 3 Minus-km. Diese könnten wir evtl. in Ingolstadt bei der dortigen Raffinerie nachholen, falls dort ein Wanderweg am Zaun entlangführt, ähnlich wäre die Trailführung und der Ausblick auch hier gewesen.
Ich habe das Ganze etwas länger erzählt, da ich eine gewisse Zeit überbrücken mußte, bis bis wir wieder auf dem Trail waren, ich hoffe es war nicht zu ausführlich / langweilig.
Zunächst geht es ein paar Kilometer durch das lang-gestreckte Ruakaka.
Wir biegen einmal zu früh ab und landen an einer Bucht. Ein freundlicher, älterer Herr teilt uns mit, daß das Wasser nur sehr seicht ist. Also Schuhe wechseln/aus und ab durch die Bucht. Vermutlich ist der nette Herr schon länger nicht mehr durch die Bucht gewatet, denn nachdem wir das Wasser verlassen hatten, sind sowohl Hose als auch U-Hose tropfnass.
Unterhalb eines Campingplatzes ziehen wir uns um und machen noch ein paar Bilder mit unserer 400 km Marke.
Durch ein Wohngebiet laufen wir bis zum Strand. Dort suchen wir, nachdem es stark regnet, kurz Unterschlupf bei einer nichtbesetzten BayWatch-Station, ziehen die Regenkleider über und setzen unseren Weg auf dem Strand fort.
Ein starker Wind weht uns entgegen, nach etwa 5 km verlassen wir den Strand und laufen bis Waipu an der Straße entlang.
Dort wollen wir beim Waipu Hotel and Backpackers unser Zelt aufschlagen. In der Kneipe des Hotels ist richtig viel geboten, im Hinterhof ist eine kleine Wiese für Zelte, Zimmer für die Backpackers, sowie Duschen und Gemeinschaftsküche.
Wieder ist es sehr spät geworden, wir unterhalten uns noch mit einigen deutschen "Kids", die hier übernachten. Meist machen sie " Work and travel", mit dem Schwerpunkt "travel".
Zwei junge Damen kommen aus unserer Heimat, aus Edling, bzw. Penzing, irgendwie witzig, wie klein die Welt doch ist.
Jetzt wird's aber Zeit.
Wieder ist es sehr spät geworden, wir unterhalten uns noch mit einigen deutschen "Kids", die hier übernachten. Meist machen sie " Work and travel", mit dem Schwerpunkt "travel".
Zwei junge Damen kommen aus unserer Heimat, aus Edling, bzw. Penzing, irgendwie witzig, wie klein die Welt doch ist.
Jetzt wird's aber Zeit.
Bis morgen und gute Nacht.
(gelaufene 23,2 km)

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